Vorösterliche Sonderprüfung in Mollmannsdorf

Die wie gewohnt bestens vorbereitete Sonderprüfung vom Team Engel konnte
viele Gäste auch aus anderen Reitställen begrüßen. Sie spendeten den guten
Leistungen der Kanditaten viel Beifall. Die gebotenen vorzüglichen
Leistungen geben Anlass zur Hoffnung auf eine erfolgreiche Reiterzukunft.

Pflichtversicherung für die Pferdebauern wieder eingeführt!

Versicherungsschutz in der  Unfallversicherung wieder hergestellt!

Ein Kommentar von KR Ing. Gerold Dautzenberg.


Durch die neu geschaffene Ausnahme von der Gewerbeordnung ab 18. Juli 2017 sind die Unternehmer, die pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche nicht mehr als 2 fremde Pferde und insgesamt nicht mehr als 25 Pferde einstellen aus der bäuerlichen Pflichtversicherung in der Pensions- Kranken- u. Unfallversicherung herausgefallen, da das Einstellen fremder Pferde nach dem Landarbeitergesetz nur als Nebentätigkeit, also neben einem bestehenden landwirtschaftlichen Hauptbetrieb, zur Landwirtschaft zählt. Die Beitragsgrundlage und somit die Pflichtversicherung berechnet vom landwirtschaftlichen Einheitswert blieb durchgängig aufrecht.

Diese aus der Sicht der Sozialversicherungsanstalt der Bauern entstandene Lücke in der Pflichtversicherung wurde nun geschlossen, da im Bauernsozialversicherungsgesetz (BSVG) für diese Unternehmer ein neuer Pflichtversicherungstatbestand geschaffen wurde.

Der Unfallversicherungsschutz tritt nach dieser Gesetzesänderung des BSVG, die im Februar 2018 vom Parlament beschlossen wurde, rückwirkend ein.

Die Beitragspflicht einschließlich Pensions- u. Krankenversicherung entsteht erst für Zeiträume ab 1. April 2018. Für die Zeit vom 18. Juli 2017 bis 31. März 2018 entfällt daher die Beitragspflicht! In der Meldung über die Einnahmen aus den Nebentätigkeiten für das Jahr 2017, die bis spätestens 30. April 2018 bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) eingelangt sein muss, brauchen daher nur die Einnahmen für die Zeit vom 1. Jänner 2017 bis 18. Juli 2017 angeführt werden.

Auf die Möglichkeit der sogenannten kleinen Beitragsgrundlagenoption für das Einstellen der fremden Pferde (Antragsfrist 30. April 2018 für das Jahr 2017) wird hingewiesen. Im Fall dieser Beitragsgrundlagenoption wirkt für das Jahr 2017 eine Mindestbeitragsgrundlage von €  785,56 monatlich für diese Tätigkeit. Betragen die Bruttoeinnahmen aus dem Einstellen der fremden Pferde im Zeitraum von Jänner bis Juli 2017 mehr als 18.329,73 soll diese Möglichkeit überprüft werden um Beiträge zu sparen. Auskünfte diesbezüglich erhält man von in diesem Rechtsgebiet versierten Steuerberatern. erteilt die Sozialversicherungsanstalt der Bauern.  Zu beachten ist, dass die kleine Beitragsgrundlagenoption für alle beitrags-pflichtigen Nebentätigkeiten gilt.

Bedauerlicherweise wurde der Österreichische Pferdesportverband vor der Beschlussfassung im Parlament nicht von den Änderungsplänen der SVB informiert. Angeblich wurden auch Kammern übergangen.

Durch diese Gesetzesänderung wurde eine weitere Belastung für den Pferdesport in der Größe von bis zu 10 % des Einstellpreises beschlossen. Davon betroffen ist ein Großteil der Pferdeeinsteller, die zumindest einen Teil dieser Kosten in die Preise für die Pferde-unterbringung und -versorgung einrechnen müssen.

Pervers dabei erscheint, dass die Beitragsgrundlage im Regelfall, also ohne Antrag auf die kleine Beitragsgrundlagenoption, mit 30 % von den Bruttoeinnahmen inklusive 20 % Umsatzsteuer berechnet wird. Die betroffenen Pferdebauern zahlen also von der Umsatzsteuer Sozialversicherungsbeiträge.

Der Österreichische Pferdesportverband und die betroffenen Pferdebauern sehen in der nicht sachgerechten Wiedereinführung der Pflichtversicherung den falschen Weg. Die ab 2014 für das Einstellen von Pferden auf 20 % erhöhte Umsatzsteuer und diese zusätzliche Sozialversicherungsbelastung schaden der Entwicklung des Pferdesportes enorm.

Eine Änderung des Landarbeitsgesetzes mit der richtigen Zuordnung des Einstellens und Versorgens fremder Pferde zur landwirtschaftlichen Urproduktion hätte endlich eine sachgerechte Gleichstellung mit der übrigen Viehwirtschaft geschaffen. Es gibt keine sachliche Rechtfertigung warum Pferdebauern, die die Tiere überwiegend mit eigenen auf ihren Feldern und Wiesen selbst produzierten Futtermitteln versorgen, wesentlich höhere Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen, wie z. B. Rinderbauern.  Im Bereich der übrigen Viehwirtschaft ist es für die Höhe der Pflichtversicherungsbeiträge einerlei, ob eigene oder fremde Tiere versorgt werden.

Der Österreichische Pferdesportverband als Interessensvertretung des Pferdesports wird sich dafür einsetzen, dass die Kosten für den Pferdesport nicht noch weiter nach oben explodieren. Ziel ist es den Pferdesport für einen breiten Kreis der Bevölkerung leistbar zu machen.

Vorträge: Der lange Ritt

7 Jahre unterwegs in USA, Kanada & Alaska

Live-Reportage von Sonja Endlweber

10.000 km hat Sonja Endlweber im Sattel zurückgelegt. Sieben Jahre ritt sie gemeinsam mit ihrem Partner Günter Wamser durch die USA, Kanada und Alaska. In ihrer neuen Live-Reportage berichtet sie von den spannenden und oft amüsanten Erlebnissen mit ihren Pferden unterwegs und erzählt von der kulturellen Bedeutung des Pferdes sowohl in der Geschichte Nordamerikas als auch im heutigen Leben.

Nichts deutete darauf hin, dass Sonja Endlweber einmal das Abenteuer suchen würde. Die promovierte Ökonomin begann ihre Karriere in einer internationalen Unternehmensberatung. Doch eines Tages geriet sie in den Bann des Abenteuerreiters Günter Wamser. Einem spontanen Impuls folgend, tauschte sie Geld und Karriere gegen zwei Pferde und den Traum nach Alaska zu reiten. In ihrer Live-Reportage entführt Endlweber ihre Zuschauer dorthin, wo der Westen Amerikas noch immer wild ist. In das Land der Cowboys, wo in jedem Dorf Rodeos stattfinden, und in die Heimat der Wölfe und Grizzlybären – in die wilden, unberührten Naturlandschaften Nordamerikas.

Ihre Pferde sind Freunden und Weggefährten. Es sind Mustangs – Wildpferde, die auf den Prärien des Westens wild aufgewachsen sind, und von Strafgefangen in einem Sozialprojekt in Canon City, Colorado, zugeritten wurden.

Sonja Endlweber erzählt in ihrer Live-Präsentation auch viel Persönliches: Warum sie ihre Wiener Innenstadtwohnung immer wieder gegen Zelt und Freiheit eintauschen würde. Wie sie mit Ängsten und Zweifeln umgeht. Wie sie in jedem Misserfolg die positiven Seiten sucht und wie es ist, als Frau in der Wildnis unterwegs zu sein.

Portrait

Sonja Endlweber, geboren 1973 in Wien, promovierte an der Wirtschaftsuniversität Wien und arbeitete bei einer internationalen Unternehmensberatung, bis sie 2006 ihren Beruf an den Nagel hing, um sich ihrer Leidenschaft, dem langsamen, naturnahen Reisen, zu widmen. Gemeinsam mit ihrem Partner Günter Wamser ritt sie über sieben Jahre und 10.000 km durch Nordamerika. Heute ist sie Abenteuerreiterin, Referentin und Autorin. 

Wenn sie nicht auf Reisen ist, widmet sich Sonja Endlweber gerne ihrer zweiten Leidenschaft, dem Geschichten erzählen. Fünf Bücher wurden bisher über die Reise veröffentlicht und seit 2010 präsentiert Sonja Endlweber gemeinsam mit Günter Wamser die Erlebnisse dieser außergewöhnlichen Reise in eindrucksvollen Life-Reportagen.

www.abenteuerreiter.de

Termine in Österreich:

 

So 18. Februar, 11:00 h, 3100 St. Pölten, Kulturheim Wagram, www.allesleinwand.at

Mi 21. Februar, 19:30 h, 3300 Amstetten, Rathaussaal, www.allesleinwand.at

Do 22. Februar, 19:30 h, 3370 Ybbs, Babenbergerhof, www.allesleinwand.at

Fr 23. Februar, 19:30 h, 2103 Langenzersdorf, Festsaal, gemeinde@langenzersdorf.gv.at

So 25. Februar, 19:00 h, 1090 Wien, Altes AKH, www.allesleinwand.at

Achtung: Neue Erste-Hilfe-Kurs Regelung bei BSPA Kursen

Achtung: Erste Hilfe Ausbildungen für Lehrgänge in der Bundessportakademie

Infolge geänderter Rechtslage müssen nunmehr alle Teilnehmer von Lehrgängen in der Bundessportakademie (Reiten, Fahren, Voltigieren) bis zum Antritt zur Befähigungs- oder Abschlussprüfung den erfolgreichen Abschluss eines Erste-Hilfe-Kurses im Ausmaß von 16 Stunden (früher 8 Stunden) nachweisen.

Diese Kurse haben den Vorgaben bekannter Rettungseinsatzorganisationen zu entsprechen.

Derartige Kurse werden angeboten zB durch:

  • Rotes Kreuz
  • Arbeitersamariterbund
  • Grünes Kreuz
  • Die Johanniter
  • SMD Rettungsdienst
  • AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt)

Charity Punsch beim Reiterstadl am 15. & 16.12.!

Für den guten Zweck, lädt der Reiterstadl zum Charitiy-Punsch!

 

BVG-Erkenntnis zur pauschalen Reiseaufwandsentschädigung (PRAE)

Laut einer Aussendung der BSO (Österreichische Bundessportorganisation) vom 15.11. hat das Bundesverwaltungsgericht nun eine noch nicht rechtskräftige Erkenntnis in einem Verfahren rund um die PRAE gewonnen. Konkret ging der ASKÖ Salzburg gegen einen Bescheid der GKK Salzburg vor, die die PRAE nicht für den Fit- und Gesundheitssport anerkannte.

Die nun ergangene Erkenntnis „bestätigt die seit Jahren eingenommen Position des Sports, dass bei der Einführung der PRAE im Jahr 2009 vom Gesetzgeber beabsichtigt war, jede Form der sportlichen Tätigkeit in gemeinnützigem Rahmen der Anwendung eines pauschalen Aufwandsersatzes zugänglich zu machen.“

Die gesamte Aussendung der BSO-Service im Sport finden Sie hier: Aussendung BSO Reiseaufwandsentschädigung

Erklärung zur DFG – Insolvenz

Der Niederösterreichische Pferdesportverband möchte an dieser Stelle kundtun, dass die in den Medien verbreitete Nachricht der Insolvenz der Firma DFG-Event GmbH leider wahr ist. Dies ist sehr bedauerlich, da dadurch Turbulenzen und ein Imageverlust im Pferdesport entstanden sind.

An dieser Stelle ist fest zu halten, dass durch verantwortungsvolles Handeln der Führung des OEPS, den Mitgliedern und den Verbänden kein Cent Schaden entstanden ist. Der Verlust des Turnieres „Vienna Masters“ ist bedauerlich, wir werden jedoch weiterhin bemüht sein große und wichtige Pferdesportveranstaltungen nach Österreich zu holen.

Einstellpferde: GewO-Novelle gilt ab sofort!

Wir berichteten bereits über die positive Zusammenarbeit der Pferdesportverbände mit den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft im Bezug auf die Neugestaltung der Gewerbeordnung.

Gestern wurde schließlich die GewO-Novelle mit der neuen Bestimmung über die Einstellpferdehaltung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Damit ist sie ab heute (18. Juli 2017) gültig!

Die volle Novelle finden Sie hier:

GewO Novelle 2017 BGBLA_2017_I_94

65 Jahre Reitverein Wiener Neustadt!


Der Reitverein Wiener Neustadt (WNR) lud am 10. Juni aus gleich zwei Anlässen ein: Einerseits wurde gemeinsam auf 65 Jahre Vereinsgeschichte zurück geblickt, andererseits hatten Interessierte beim Tag der offenen Stalltür die Möglichkeit den Reitverein in Wiener Neustadt kennenzulernen. Die Boxen der Pferde wurden zu Ausstellungsräumen umfunktioniert. So gab es beispielsweise ein Kino mit Filmen über den Verein. Zudem wurde in den Boxen die Vereinsarbeit – Veranstaltungen, Kindergeburtstage, Reitunterricht, Voltigieren, Sanierungsarbeiten im Verein, etc. – und die Geschichte des WNR präsentiert. Die Besucher konnten dabei auch einiges über Pferde lernen, beispielsweise ihr Verhalten. Bei der WNR-Ausstellung gab es auch einiges zum Angreifen: Futter, Sattel oder Zaumzeug.

Burgkommandant Karl Pronhagl, Klubobmann der ÖVP Wr. Neustadt Philipp Gruber, Grüne-Nationalrätin Tanja Windbüchler-Souschill, Pia Seiser, Liv Nemetz auf Rosi, Hannah Brandstätter, Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger und Vereinsobfrau Verena Zach – Foto: WNR/Sara Brandstätter

Im Rahmen des Festakts zeigten die Voltigiergruppe und eine Reitgruppe ihr Können und es wurden die Prüfungskandidatinnen und –kandidaten des vergangenen Jahres geehrt. Dabei stellte der WNR einen neuen Rekord auf. Etwa 100 Reiterinnen und Reiter absolvierten im vergangenen Jahr Prüfungen im WNR. Zudem wurde Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger zum Ehrenmitglied des Wiener Neustädter Reitvereins ernannt. Schneeberger fühlte sich bei seinem Besuch im WNR in die Vergangenheit zurück versetzt, wie er bei seiner Ansprache sagte, denn früher ist er selbst im Reitverein geritten.

OEPS-Durchbruch beim neuen Tierschutzgesetz!

Die Arbeitsgespräche des OEPS mit dem Ministerium für Frauen und Gesundheit und den zuständigen Behörden der Länder zum neuen Tierschutzgesetz (wir berichteten) trägt Früchte! So kam es schließlich zu einer äußerst zufriedenstellenden Lösung zum Wohl der Pferde und Pferdeartigen, insbesondere ihrer Besitzer. Demnach ist das Feilbieten von Pferden durch den Besitzer ab 1.6.2017 wieder möglich!


„Am 31. Mai fand eine Sitzung des Vollzugsbeirat gemäß des § 42a Tierschutzgesetz statt. Dieser Beschluss stellt die Rechtsansicht, der für den Vollzug zuständigen Bundesländer dar.

Diese verständigten sich In dieser Sitzung zur Frage „Wer darf Tiere öffentlich zum Kauf oder zur Abgabe anbieten?“ auf folgende Auslegung des Tierschutzgesetzes.

Auf Grund der Bestimmungen des § 8a dürfen zukünftig folgende Tiere öffentlich angeboten werden:

–        Tiere aus gemäß § 31 Abs. 1 TSchG genehmigten Haltungen (gewerbliche oder wirtschaftlich tätige)

–        landwirtschaftliche Nutztiere (Im Sinne des § 24 Abs. 1 Z 1 TSchG: Pferde und Pferdeartige, Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Schalenwild, Lamas, Kaninchen, Hausgeflügel, Straußen und Nutzfische)

–        Tiere aus gemäß § 31 Abs. 4 TSchG gemeldeten oder von der Meldung ausgenommenen Züchtungen.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Tiere, die gemäß der Systematik des Tierschutzgesetzes zu landwirtschaftliche Nutztier zählen – wie das Pferde oder Pferdeartige –  hin künftig vom Besitzer öffentlich angeboten werden dürfen.

Ergänzend dazu seien die Bestimmungen der Tierkennzeichnungs- und Registrierungsverordnung aus 2009 hinsichtlich der Pferdepässe sowie der behördlichen Registrierung von Pferdehaltungen in Erinnerung gerufen.“

Gegenseitiges Verständnis hat diese Entscheidung zu Gunsten der PferdesportlerInnen möglich gemacht. Der Dank der Pferdesportverbände gilt an dieser Stelle allen Initiativen und den Mitgliedern der Verhandlungsrunden für die rasche und konstruktive Umsetzung, dem Verständnis zur Sache und insbesondere dem Verhandlungsleiter des BM Gesundheit und Frauen, Hr. Dr. Ulrich Herzog, für deren Einsatz.