Reiten Lernen

Der NÖ Pferdesportverband unterstützt Sie beim Start in den Reitsport mit Fachwissen, Fakten und Tipps rund um Ausrüstung, Reitstall und Ausbildung.

Alter
Kinder: ab dem Vorschulalter, abhängig von den koordinativen Fähigkeiten.
Das Sitzen auf dem Pferd und dabei geführt werden, kann schon im Vorschulalter praktiziert werden.
Erwachsene: Reitanfänger der Generation 50 plus gibt es immer wieder, die nach entsprechender Ausbildung in der klassischen oder Westernreitweise Reiterprüfungen ablegen.

Ausbildungsstufen für Anfänger
Die erste Prüfung (Kleines oder Großes Hufeisen) kann bereits ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr abgelegt werden.
Im Alter von acht Jahren können bereits der Reiterpass und das Österreichische Western Riding Certificate erworben werden. Der Reiterpass und das Österreichische Western Riding Certificate berechtigen zum Einstieg in den Turniersport.
Die Österreichische Reiternadel als Vorstufe zur Reiterlizenz kann nach Ablegung des Reiterpasses ebenfalls ab einem Alter von acht Jahren abgelegt werden, die Lizenzprüfung ab zehn Jahren.

Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
Es ist sinnvoll, den Reitsportport früh zu beginnen, um die natürlichen Eigenschaften, die ein Kind besitzt, zu nutzen, wie natürliche Körperordnung und auch ein natürliches Gleichgewicht. In der jugendlichen Wachstumsphase bleibt das oft nicht erhalten und es ist mühsamer, es später neu zu erarbeiten. Durch die dreidimensiale Bewegung des Pferdes wird die Balancefähigkeit überdies gefördert.
Die körperliche Kondition wird gestärkt, zB. Arm-, Bein- und Rückenmuskeln. ReiterInnen zählen in der Regel im Schulsport zu den Besten.
Reiten ist ein Ganzjahressport, sodass das Immunsystem und das körperliche Wohlbefinden deutlich gestärkt werden.
Das Reiten ist eine gefühlvolle Verständigung mit dem Pferd und das bereits in einem Alter ab sechs Jahren.

Gesundheitliche und mentale Aspekte bei Erwachsenen
Neben den oben angeführten gesundheitlichen Aspekten, Förderung der Balancefähigkeit, Stärkung der Kondition und des Immunsystems, dient das Reiten dem Stressabbau.

Pferde im Schulbetrieb
Die im Schulbetrieb in qualifizierten Reitställen eingesetzten Pferde – von Ponys bis zu Großpferden unterschiedlicher Rassen – sind entsprechend den Bedürfnissen der Anfänger ausgebildet.
Horsemanship ist die geschulte Kommunikation zwischen Mensch und Pferd, sie schafft Vertrauen beim Pferd und Verständnis beim Menschen.

Reitausbildung
Es wird empfohlen, die Ausbildung nur mit geprüften Reitlehrern vorzunehmen. Diese Reitlehrer sind entweder nach der traditionellen klassischen Reitweise oder der Westernreitweise intensiv ausgebildet und sind verpflichtet, laufend Fortbildungsseminare zu besuchen, um ihre Ausbilderlizenz zu erhalten, sehr zum Nutzen ihrer Schüler.

Die geprüften Reitlehrer sind geschult im logischen Aufbau des Unterrichts, was bei ungeprüften Reitlehrern nicht garantiert werden kann.

Nachdem, wie auch in vielen anderen Sportarten, ein gewisses Unfallrisiko gegeben ist, kann man dieses durch eine qualifizierte Ausbildung deutlich mindern. Besonders erwachsene Personen benötigen vom Ausbilder eine intensivere Unterstützung.

Ob eine Person eine gültige Reitlehrerlizenz hat, lässt sich leicht auf der Homepage des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) überprüfen.

Reiten verpflichtet zur Kooperation. Zwei Athleten betreiben Sport mit gegenseitiger Förderung. Der Reiter schult das Pferd, das Pferd gibt das Feedback der gelungenen Ausbildung.

Dr. Johann Lueger, Juli 2013