Beachtliches Working Equitation-Debüt für Felix Berger in München

Pferdesport in NÖ | Working Equitation – Top-Reiter, bunte Shows und bestes Wetter: Die Pferd International München, Süddeutschlands größte Freiluftveranstaltung rund ums Pferd, war auch bei ihrer 36. Ausgabe ein voller Erfolg. In den 5- und 3-Stern-Dressurbewerben hatte es ja bereits einige österreichische Siege und Platzierungen zu feiern gegeben.  Aber auch abseits des großen Spring-, Dressur- und Vielseitgkeitssports auf der Olympia-Reitanlage hatte ein weiteres rot-weiß-rotes Duo ein beachtliches, internationales Debut feiern können. Der Niederösterreicher Felix Berger und sein PRE Dior waren von 29.05. bis 02. 06. beim Working Equitation Nations Cup Turnier am Start und behaupteten sich in der Masterclass auf Rang 7.

Bereits am Mittwoch (29.05.) sammelte das Duo reichlich Lob für ihr gepflegtes Auftreten beim Vet Check, waren doch alle anderen Reiter in Gummstiefeln erschienen. © privat

Bereits am Mittwoch (29.05.) sammelte das Duo reichlich Lob für ihr gepflegtes Auftreten beim Vet Check, waren doch alle anderen Reiter in Gummstiefeln erschienen. © privat

Insgesamt waren 18 Reiter aus 7 Nationen in der Masterclass in München am Start. Donnerstag stand die Dressur, ein verkürzter St. Georg auf 20 x 40, am Programm und dem eingespielten Duo gelang ein fehlerfreier Ritt. Das Ergebnis von 65% und Platz 4 hinter den deutschen Mannschaftsweltmeistern Gernot Weber, Birte Ostwald und Thomas Thürmer, übertraf alle  Erwartungen.

Felix Berger und Dior in der Dressur der Working Equitation bei der Pferd International in München. © privat

Felix Berger und Dior in der Dressur der Working Equitation bei der Pferd International in München. © privat

Bundesreferentin Sandra Migl war eigens abgereist um Österreichs einzigen Vertreter in München anzufeuern und zu beraten. © privat

Bundesreferentin Sandra Migl war eigens angereist um Österreichs einzigen Vertreter in München anzufeuern und zu beraten. © privat

Zu den Klängen von “I am from Austria” absolvierten Felix und Dior am Freitag den Trail. “Einen so engen und technischen Trail sind wir noch nie geritten. Dior war etwas nervöser als in der Dressur, aber wir schafften trotz einiger Fehler Rang 9 mit erneuten 65%”, resümierte Felix beeindruckt vom hohen Niveau in München.

Gesamtrang 6 nach Dressur, Trail und Speedtrail für Felix Berger und Dior in München. © privat

Gesamtrang 6 nach Dressur, Trail und Speedtrail für Felix Berger und Dior in München. © privat

Zielvorgabe für Teilbewerb Nummer 3, den Speed Trail, war es, in die Top Ten zu kommen und sich für die Josera Masters of Speed, eine Show-Speedtrail-Prüfung am Samstag Nachmittag am berühmten Hufeisenplatz von München-Riem, zu qualifizieren. Trotz einiger kleiner Fehler gelang dem blau-gelben Duo Platz 7 im Speed Trail. Gesamt lagen die beiden damit auf Rang 6 und laut deutschem Reglement gerade noch in der Platzierung.

Spannende Erfahrung: Felix Berger und Dior bei ihrem Debut in der Rinderarbeit. © privat

Spannende Erfahrung: Felix Berger und Dior bei ihrem Debut in der Rinderarbeit. © privat

Sonntags galt es im Rahmen der Rinderarbeit 3 zugeloste Tiere einzeln aus der Herde zu separieren und in einen Pferch zu treiben. “Es war unser erster Start in dieser Disziplin, die ja in Österreich nicht ausgetragen wird, daher hatten wir insgesamt nur drei Trainingstage mit echten Rindern”, erzählte Felix  über seine Erfahrungen mit dieser Teildisziplin des Working Equitation. “Es gelang uns zwar jedes Mal die richtige Kuh zu separieren, aber leider nicht sie dann auch noch in den Pferch zu treiben. Deshalb rutschten wir noch einen Platz nach hinten und beendeten auf Rang 7. Ein Ergebnis, das weit über meinen Erwartungen lag beim ersten Auftritt auf dem internationalen Parkett.”

Der Niederösterreicher Felix Berger hat bei der Pferd International München Österreichs Farben in der Disziplin Working Equitation vertreten. © privat

Der Niederösterreicher Felix Berger hat bei der Pferd International München Österreichs Farben in der Disziplin Working Equitation vertreten. © privat

“Wir wurden im Working Equitation Lager sofort freundlich aufgenommen und es war eine tolle Stimmung in München. Alle waren sehr nett und Weltmeister und Gesamtsieger Gernot Weber hat zu mir gesagt: Alle wollen vorne mitreiten. Nicht nur, dass die eigenen Kollegen und die Italiener Druck machen, kommt da auch noch so ein unbekannter Österreicher und schiebt von hinten an. Da müss ma in Zukunft aufpassen.”