Die FEI warnt vor der Pferdegrippe, die seit Anfang des Jahres in etlichen Ländern grassiert. © Pixabay

Pferdegrippe: FEI warnt vor der Equine Influenza & erstellt Richtlinien

In einer Pressemitteilung vom 8.02.2019 hat die FEI Richtlinien herausgegeben, um die die Ausbreitung von Equine Influenza (Pferdegrippe) zu verhindern, nachdem in Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Irland, Nigeria und den Vereinigten Staaten von Amerika seit Anfang des Jahres bereits etliche Fälle bestätigt wurden. Laut den von der FEI herausgegebenen Richtlinien hat diese Grippewelle “das Potential die gesamte Pferdesportindustrie zu beeinflussen.”

Was ist Equine Influenza?
Die Pferdegrippe (Equine Influenza) ist ein hoch ansteckendes Virus, das bei Pferden Atemwegserkrankungen verursacht. Das Virus ist in den meisten Ländern der Erde endemisch, und Ausbrüche können die Pferdewirtschaft erheblich beeinträchtigen, was zu erheblichen Einschränkungen in der Pferdewirtschaft und der Absage von Veranstaltungen führen kann.

Wie wird das Virus übertragen?
Pferdegrippe wird durch Husten bzw. Niesen von Pferd zu Pferd mittels Tröpfcheninfektion übertragen. Das Virus kann dabei -abhängig von den räumlichen Bedingungen – Entfernungen von bis zu zwei Kilometern überwinden. Es kann auch über die Kleidung bzw. durch Werkzeuge von Personen weitergegeben werden, die mit infizierten Pferden in Kontakt stehen bzw. arbeiten.

Auch der Transport von Pferden birgt das Risiko einer Krankheits-Übertragung. LKWs, Transporter und Anhänger, in denen infizierte Pferde unterwegs waren, können mit dem Virus kontaminiert sein und die Krankheit auf andere Tiere übertragen. Zwischen allen Transporten muss daher eine gründliche Reinigung der Transportfahrzeuge durchgeführt werden.

Wie kann ich mein Pferd schützen?
“Die Impfung von Pferden gegen die Influenza ist der Schlüssel zur Bekämpfung der Ausbreitung”, sagte der Tierarzt von FEI, Göran Åkerström. “Es ist wichtig, dass alle Pferde geimpft werden, unabhängig davon, ob sie an Wettkämpfen teilnehmen oder anderweitig mit anderen Pferden in Kontakt kommen.”
„Dieses Jahr sehen wir eine Wiederholung des Clade-1-Virus bei infizierten Pferden. Geimpfte Pferde hatten nur leichte klinische Anzeichen der Krankheit und erholten sich schnell, aber nicht geimpfte Pferde waren viel stärker betroffen “, sagte FEI Veterinärberaterin Caterina Termine. “Die Schlüsselbotschaft lautet: Lassen Sie Ihr Pferd impfen, überwachen Sie die Gesundheit Ihres Pferdes sehr genau und rufen Sie Ihren Tierarzt an, wenn Sie Bedenken haben.”

Da Pferde, die in engem Kontakt mit anderen Equiden waren, die Grippe in ihren Heimatstall einschleppen können, ist es wichtig, dass alle Tiere geimpft sind, auch wenn diese den Stall nicht verlassen. Dies ist ein entscheidender Punkt, um die Ausbreitung des Virus zu reduzieren.

Die FEI empfiehlt, dass Pferde, die mit anderen Equiden Kontakt hatten, bei ihrer Rückkehr genau überwacht werden und zweimal täglich die Körpertemperatur gemessen werden sollte. Pferde, die Fieber haben, müssen umgehend von einem Tierarzt untersucht werden.

Was sind die klinischen Symptome bei Pferdegrippe?
Mit dem Virus infizierte Pferde können Fieber entwickeln, noch bevor sie klinische Symptome der Krankheit zeigen. In diesem Stadium besteht eine extrem hohe Ansteckungsgefahr, da die Pferde große Mengen des Virus verbreiten und die Krankheit leicht auf andere übertragen wird.
Apathie, Abgeschlagenheit, Appetitverlust und ein harter, trockener Husten können (müssen aber nicht!) Anzeichen für Equine Influenza sein. In weiterer Folge kann es bei infiziertne Pferden zu Komplikationen kommen wie bakteriellen Infektionen oder Nasenausfluss entwickeln. In seltenen Fällen können Pferde auch an den Folgen dieser Komplikationen bzw. Sekundär-Infektionen sterben.
Die am stärksten gefährdeten Pferde sind solche, die entweder ungeimpft sind, besonders jung oder alt oder bereits durch andere Krankheiten wie z. B. das Cushing-Syndrom beeinträchtigt.

Was soll ich tun, wenn ich den Verdacht habe, dass mein Pferd erkrankt ist?
Jedes Pferd, das Anzeichen einer Krankheit aufweist, sollte seinen Stall nicht mehr verlassen. Dies gilt natürlich auch für Pferde, die mit erkrankten Tieren in Kontakt gekommen sind. Weiters muss unverzüglich der Tierarzt konsultiert werden. Da infizierte Pferde ähnliche klinische Symptome wie bei anderen Atemwegs-Infektionen zeigen, sollte der Tierarzt unbedingt einen Abstrich der Nasen- bzw. Rachenschleimhaut durchführen sowie eine Blutprobe nehmen, die zur Analyse ins Labor geschickt wird.

Hier findest du die Informationen der FEI in englischer Sprache. 

Quelle: FEI.org

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